Unsere Rede bei „AfD Verbot jetzt!“

Am 23.05.2026, dem Tag des Grundgesetzes, fanden deutschlandweit, so auch in München, Aktionstage und Demonstrationen gegen die AfD statt. Wir wollten mit einer Rede die studentische Perspektive auf die aktuellen politischen Entwicklungen sichtbar machen.

Leider wurde unsere Rede unterbrochen und unsere Redner öffentlich angegriffen. Gerade deshalb halten wir es für umso wichtiger, unsere Worte zu veröffentlichen und unsere Botschaften weiterzutragen.

Wir bedanken uns bei den Organisator*innen von „AfD Verbot jetzt“ für die Möglichkeit, Teil dieses Aktionstags zu sein, sowie für ihre Reaktion und Unterstützung nach dem Zwischenfall.


Hallo, zusammen!
Ich bin Matthias von Studis gegen Rechts, eine Gruppe von Student:innen, welche sich gegen den Rechtsruck und für Gerechtigkeit weltweit einsetzt.


Das Ziel, die AfD zu verbieten ist der erste Schritt von vielen, um diesen Rechtsruck zu stoppen. Es ist erschreckend, wie die AfD in den Wahlen abschneidet!
Das Problem: sie können sehr gut täuschen. Sie verschönern ihre Worte in den Wahlprogrammen und drehen alle Probleme so, dass man sie auf Andere schieben kann, so dass sie den Hass der Bevölkerung auf die Schwächsten lenken können.
Es gibt einen Grund, warum die Brandmauer existiert, doch auch diese bröckelt gerade in einem erschreckenden Ausmaß.


Warum die AfD so gefährlich ist, erklärt Hendrik Cramer in einem Text vom Deutschen Institut für Menschenrechte sehr gut. Sei es im Wahlprogramm oder in den Aussagen der Angehörigen der AfD – es ist unbestreitbar das dies eine menschenverachtende, faschistische Partei ist!

Eine, die noch nicht einmal das Fundament des Grundgesetzes achten kann:
Die Würde des Menschen ist unantastbar„.
Dies bedeutet, dass jeder Mensch gleich ist, die gleichen Rechte hat und gleich zu behandeln ist.
Doch die AfD lehnt dies ab, denn laut ihnen ist nicht jeder Mensch gleich. Das führt dazu, dass Menschen, die anders aussehen, immigrierte, queere und behinderte Menschen permanent Diskriminierung und sowohl verbale als auch körperliche Gewalt erfahren.
Allein das sollte Grund genug sein eine solche Partei zu verbieten.


Denn die Existenz der AfD in diesem Land ist nicht nur eine Schande, sondern sie ebnet den Weg für die Gesellschaft und andere Parteien sich zurück in Richtung 1933 zu bewegen.


Da fragen wir uns jedoch, wieviel besser sind denn andere Parteien wirklich? Sei es beispielsweise CDU/CSU, von denen die Stadtbildaussage und andere abscheuliche Aussagen kommen, oder Politiker, welche kein Problem damit haben das N-Wort in den Mund zu nehmen.
Wir haben es satt, in einer Gesellschaft zu leben, in der andere immer als Sündenböcke und wir als faule Generation dargestellt werden. Wobei wir doch die Zukunft dieses Landes sein sollen – oder nicht?


Gegen Rechts zu sein, bedeutet für uns nicht nur gegen die AfD zu sein, sondern gegen jede Partei die rechte Werte vertritt. Es ist nämlich nicht nur eine Katastrophe, wenn Politiker sich denken, dass es vielleicht doch nicht so schlimm ist, mit der AfD zusammen zu arbeiten, sondern auch, wenn sie die gleichen Ziele verfolgen. Denn wir alle hören in letzter Zeit nur: „Remigration“ und „Wehrpflicht“.


Und Rechtsruck beinhaltet auch die Zusammenarbeit mit und Unterstützung von faschistischen Regierungen ob in Russland, China, USA oder Israel: Die Zusammenarbeit mit Staaten, die Internationales Recht mit einem erschreckenden Selbstverständnis brechen, Demonstrationen mit Gewalt auflösen, und Minderheiten verfolgen und systematisch ermorden bis hin zu Genoziden in Israel und China.
Die AfD unterstützt das offen, aber auch die bürgerlichen Parteien schrecken nicht davor zurück.
Die CSU z.B. will Studierende für Gendern oder Israel-Kritik exmatrikulieren. Nennen wir es beim Namen: Das ist Zensur! Wer Andersdenkende von Hochschulen vertreibt, hat mit Demokratie nichts mehr zu tun.


Für uns ist klar: Wir stehen gegen Faschismus und Unrecht nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.
Und wir stehen immer auf der Seite der Unterdrückten und der Menschen ohne Stimme, ob im Sudan, im Kongo, in China, in der Ukraine oder in Palästina.


Denn “Nie wieder ist jetzt” gilt für alle Völker!

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