Themen von unseren Vollversammlung am 13.05.2025
Schaffe ich mein Semester – oder scheitere ich am Wohnungsmarkt, bevor ich überhaupt die erste Prüfung schreibe?
München ist eine der wohlhabendsten Städte Deutschlands – modern, innovativ, international. Doch als Student spürt man davon oft wenig. Was wir spüren, ist der Mangel: an Wohnraum, an Lernplätzen, an Rückzugsmöglichkeiten. Und was viele von uns fühlen, ist: Überforderung.
Ein teures Wohnungsmarkt zeichnet ein schweres Studium
Unsere Bibliotheken sind überfüllt. Lernräume gibt es zu wenige. Rückzugsorte? Fast gar keine.
Viele arbeiten 20 Stunden pro Woche neben dem Studium – nicht „für das Taschengeld“, sondern weil das BAföG nicht reicht und die Miete das Konto auffrisst. Was bleibt, ist ein Gefühl von ständigem Rückstand und Existenzängsten.
Psychische Folgen – der stille Druck wächst
Diese permanente Unsicherheit – Wohnungssuche, Lernplatzsuche, Zeitnot, Geldnot – sie bleibt nicht ohne Folgen.
Soziale Auslese – wer bleibt, hat Geld
München wird zum Ort der sozialen Selektion. Diese Situation macht uns wütend und traurig – weil wir das Gefühl haben, vergessen worden zu sein. Weil man von uns erwartet, dass wir zu den Leistungsträgern von morgen werden – aber uns heute nicht mal ein Zimmer, einen Arbeitsplatz oder einen Moment Ruhe ermöglicht. Weil München, das für so viele ein Ort der Möglichkeiten sein sollte, zu einer Stadt der Grenzen geworden ist.
Aber es macht uns auch entschlossen. Denn wir wissen: So kann es nicht weitergehen!
Wir Studierenden sind nicht nur „die Zukunft“. Wir sind Wissenschaft, Gesellschaft, Engagement – im Hier und Jetzt.
Wir wollen nicht bevorzugt werden – wir wollen teilhaben.
Wir fordern: Wohnraum. Lernraum. Lebensraum.
Nicht irgendwann! Sondern Jetzt.
